NEUES PROJEKT IN ZUSAMMENARBEIT MIT DEM YACHTCLUB AURICH
De Freeske Pott
Eine etwas andere Segeljolle
Autos werden sich immer ähnlicher, sie werden konstruiert nach den gleichen physikalischen und ökonomischen Prinzipien und zwangläufig kommt auch bei allen Entwürfen mehr oder weniger das Gleiche heraus. Für Segeljollen und -yachten gilt dies in gleicher Weise, auch hier wird nach dem Mainstream konstruiert und das Ergebnis ist „Tupper-Sailingware“.
Andererseits bleiben nicht nur Segler neugierig stehen, wenn irgendwo mal ein altes Holzboot oder ein besonderes Schiff liegt. So ein Boot ist einfach interessant, es ist eine Augenweide und es beschwört Erinnerungen herauf...
Die meisten Segeljollen oder Katamarane sind heute zwar sehr schnell und bieten einen hohen Adrenalinfaktor, sind aber oft nur noch bei gutem Wetter und mäßigen Winden einsetzbar. Man braucht sich nur einmal die Schäden ansehen, die bei Regatten entstehen, wenn es kräftiger bläst. Es ist schwierig, ein Boot zu finden, das etwas aushält und gleichzeitig bezahlbar ist.
Was fehlt, ist ein relativ einfaches und preiswertes, reviergeeignetes Boot, das Platz auch für mehrere Personen bietet. Moderne Jollen bieten diese Möglichkeit meistens nicht und wenn, wird für den Mitsegler eine gewisse Sportlichkeit vorausgesetzt. Das Segeln in der Gemeinschaft, als soziales Element, kommt heute oft zu kurz - Einhandsegler sind einsam. Andererseits gibt es viele Segler, die das Segeln jedoch nicht als elitären Hochleistungssport betrachten möchten, hier stehen die Freude am Wassersport und das Gemeinschaftserlebnis im Vordergrund.
Ich habe mich nun zusammen mit dem Yacht Club Aurich dieses Problems angenommen und entwickele einen Bootstyp, der nicht nur für die Hiewe oder das Große Meer geeignet ist, sondern auch auf der Ems und im Wattenmeer gesegelt werden kann: De Freeske Pott.
Die neue Jolle soll also folgende Anforderungen erfüllen:
- Der Tiefgang muss weniger als Knietiefe betragen und die Jolle sollte dabei noch...
- ...optimal gesegelt werden können.
- Sie sollte wahlweise mit Ballastkielen ausgerüstet werden können, um auch das Segeln im küstennahen Bereich zu ermöglichen.
- Durch fest eingebaute Auftriebskörper muss die Jolle praktisch unsinkbar sein.
- Sie muss genügend Platz für kleine Gruppen bieten, für Ausbildungszecke geeignet sein und deshalb gutmütige Segeleigenschaften haben.
- Sie muss sicher, stabil und robust, einfach zu bauen und preiswert sein.
- Um an entsprechenden Regatten und Ausstellungen teilzunehmen zu können, sollte die Jolle ein traditionelles Rigg haben.
- Sie soll ein Aushängeschild und Werbeträger für den Yachtclub Aurich sein und...
- ... das Segeln in seiner ursprünglichen Form ermöglichen. Der Kopf soll frei sein um sich zu entspannen und sich nicht ausschließlich mit Segeltrimm befassen.
Ein solches Boot könnte auch für gewisse therapeutische oder pädagogische Maßnahmen eingesetzt werden und Außenstehende können so durch Mitsegeln an den Segelsport herangeführt und dafür geworben werden.
Die Finanzierung des Projektes soll durch Spenden erfolgen und wer hierzu etwas beitragen möchte, den bitte ich, mit mir Kontakt aufzunehmen. Geld, Rat und Tat oder auch geeignete Materialien sind herzlich willkommen.
Die Konstruktionsphase ist abgeschlossen und es wurde ein Modell im Maßstab 1:10 gebaut. Alle Vorarbeiten sind angeschlossen und der Bau des Prototyps hat bereits begonnen und soll bis zum Sommer 2010 abgeschlossen sein.
Über den aktuellen Stand der Bauphase können Sie sich hier informieren. Die Fotogalerie wird ständig aktualisiert.
Die regionale Presse, sowie die Segelmagazine YACHT, PALSTEK, SEGELN, aber auch die überregionale Presse wie DIE WELT und die BERLINER MORGENPOST haben großes Interesse an dem Projekt gezeigt. Wir hoffen noch auf weitere Sponsoren zur Realisierung des Projektes.
Die Auricher Künstlerin Regine Richter hat in diesem Zusammenhang Cyanotypien in limitierter Auflage hergestellt. Der Erlös fließt dem Projekt zu. Weitere Infos finden Sie hier.





